Bleiben Sie im Dialog!

 In Tipps

Oder: Das Mitarbeitergespräch – Treffen an der Tafelrunde

Liebe Blogleser*innen, wir hoffen, dass Sie gut und gesund ins neue Jahrzehnt gekommen sind und die vergangenen Feiertage im Kreise Ihrer Lieblingsmenschen genießen konnten. Bestimmt haben Sie auch, wie wir, ein bisschen Kraft und Ruhe tanken können – zum Ausgleich für die viele Arbeit im vergangenen Jahr.

Starten Sie mit uns nun frisch und gestärkt in das neue Jahr – auch wenn wir uns bereits mitten im Januar befinden und die Tage wieder spürbar länger werden!

Unseren heutigen Blog jedenfalls möchten wir zum Anlass nehmen, uns auf die spannenden Aufgaben und Herausforderungen zu freuen, die vor uns liegen. Mögen uns allen steinige Wege möglichst erspart bleiben!

Weil das neue Jahr auch immer einen neuen Anfang symbolisiert, werden aller Voraussicht nach in manchen Unternehmen Mitarbeitergespräche geführt, um sich auf neue Ziele zu konzentrieren und Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Aus diesem Grund geht es in unserem heutigen Blog um das wichtige Thema Mitarbeitergespräch – oder auch Performancegespräch.

Zugegeben – manchmal ruft allein schon dieser Begriff ein kleines Gefühl der Beklommenheit hervor – doch machen wir uns nichts vor, ein Unternehmen muss schließlich auch geführt werden; Richtung und Ziele erfordern gewisse Vorgaben sowie Rahmenbedingungen und klare Linien, damit Fortschritt und Wachstum verzeichnet werden können.

Bei weitläufig gesteckten Zielen ist es zudem wichtig, die einzelnen Etappen im Auge zu behalten und von Zeit zu Zeit die Belegschaft und sich selbst daran zu erinnern. Wir Menschen neigen nun einmal dazu, uns schnell wieder der Zerstreuung zuzuwenden, von daher ist ein Mitarbeitergespräch per se „nichts Schlimmes“, sondern dient der Performance und einem reibungslosen Workflow im Unternehmen.

Unternehmensführung mit Zielvereinbarungen

Doch wie bewerkstelligt man dies? Tipp: Machen Sie das Beste daraus – denn ein Mitarbeitergespräch bietet Ihnen in Ihrer Rolle als Unternehmer*in ein hervorragendes Tool, Ihre Mitarbeiter*innen zu motivieren und die allgemeine Arbeitszufriedenheit sicherzustellen!

Besonders, wenn Sie sich mit Ihrer Unternehmensphilosophie eher im Bereich „New Work“ angesiedelt und dem klassisch-starren Arbeitsmodell mit fester Anwesenheit den Rücken gekehrt haben, brauchen Sie bestimmte Tools zur Führung, um den allgemeinen Arbeitsfluss wirklich sicherzustellen.

Hierbei können regelmäßige Meetings wie auch Einzelgespräche für Zielvereinbarungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern äußerst nützlich sein – denn werden Ziele gut geplant und umgesetzt, können zusätzliche Kapazitäten im Unternehmen aufgezeigt und freigesetzt werden.

Mitarbeitergespräche mit Wohlfühlfaktor

„Alle sofort in mein Büro!“… diese Zeiten sind heute (hoffentlich) zum Glück vorbei, feldwebelartige Unternehmensführung ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und darf auch gerne dort bleiben. 😉

Gespräche zur Zielvereinbarung können nämlich durchaus sehr angenehm und damit auch wirklich zielführend geführt werden; mit Blick auf unsere skandinavischen Nachbarn können hierbei Kaffee und Gebäck gereicht werden, man stärkt sich gemeinsam und bespricht dabei alles Notwendige.

Der Zweck kann mit Angenehmem verbunden werden. Auf diese Weise werden Mitarbeitergespräche nämlich nicht als „lästige Pflicht“ angesehen, sondern als ein dem gesamten Unternehmen (und damit jedem einzelnen Beschäftigten) dienliches Gespräch.

Wichtig hierbei ist, dass Sie Perspektive und Klarheit darüber schaffen, was Sie erreichen wollen, indem Sie die Unternehmensziele gut und verständlich formulieren. Auch Etappen sind zu benennen – und welcher Rahmen hierfür gesteckt werden kann.

Beziehen Sie zudem die Ideen ihrer Mitarbeiter mit ein, kann dies sehr wertvoll für das Unternehmen sein, denn Sie müssen bedenken, dass derjenige, der tagtäglich eine bestimmte Position bekleidet und die entsprechende Erfahrung gesammelt hat, auch am ehesten abschätzen kann, welcher Zeitrahmen für das Ziel realistisch erscheint.

Tipp: Ihre Mitarbeiter sollten sich in keinen Fall „kontrolliert“ fühlen, dies würde sich eher kontraproduktiv auswirken und ist nicht zielführend. Setzen Sie auf Leistungsanreize und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Führungskraft und Mitarbeiter und sorgen Sie für einheitliches Verständnis über die zu erreichenden Ziele, getreu der Devise, dass nur wer auch das Ziel kennt, den Weg dorthin finden kann.

Es ist überaus wichtig, dass Ihre Ziele zur Strategie Ihres Unternehmens passen und Ihrer Belegschaft bekannt sind! Benennen Sie also Ihr spezifisches Ziel und konzipieren Sie Handlungsziele, welche darauf aufbauen und auf die ihre Mitarbeiter konkret hinarbeiten können.

Nur wer auch den „Wald vor lauter Bäumen sehen kann“ (wer also das gesamte Bild kennt und weiß, worauf hingesteuert wird), kann seine eigene Arbeit in den gesamten Workflow – in den gesamten Arbeitsprozess einordnen und wird seinen eigenen Arbeitsbeitrag als wichtiges und wertvolles Zahnrad im Getriebe erkennen – was die Motivation immens erhöht!

Sorgen Sie für Verbindlichkeit

Begegnen Sie Ihren Mitarbeitern stets auf Augenhöhe, damit schaffen Sie Verbindlichkeit. Wenn die zu vereinbarenden Ziele sorgsam ausgearbeitet und in einem echten Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitern abgestimmt werden, wird sichergestellt, dass die Ziele von Ihren Mitarbeiter*innen verstanden, verinnerlicht und akzeptiert werden.

Werden hingegen (wie in der Vergangenheit häufig) Ziele von der Führungskraft direktiv von oben bestimmt, führt das in der Regel eher zu Frustration und wirkt demotivierend bei den Mitarbeitern. Jeder Mensch möchte gerne in Entscheidungen mit einbezogen werden, niemand mag es, buchstäblich etwas übergestülpt zu bekommen.

Wenn Sie die Ziele dazu noch schriftlich festhalten, sorgen Sie zudem für mehr Verbindlichkeit – auf Arbeitgeber- wie auch auf Arbeitnehmerseite.

Setzen von Terminen und Prioritäten

Nicht nur die Benennung der Zielvereinbarung ist wichtig, auch Priorität und Termin spielen eine ebenso große Rolle.

Tipp: Auch wenn eine Zielsetzung viel Spaß und geradezu enthusiastisch machen kann: Weniger ist mehr! Setzen Sie nicht zu viele Ziele, denn dies erweist sich in den meisten Fällen als kontraproduktiv und verwirrend.

Eine Zielsetzung soll niemanden überfordern – halten Sie sich wirklich an das Wesentliche und bleiben Sie mit maximal fünf Zielen im überschaubaren (und motivierenden) Rahmen.

Regelmäßiges Überprüfen

Natürlich helfen die ausformuliertesten und besten Ziele nichts, wenn zwischendrin nicht immer mal wieder der Status überprüft wird – nämlich ob an der Erreichung der Ziele auch wirklich mit Einsatz gearbeitet wird. Ähnlich einem tollen Putzplan in der Familie oder Wohngemeinschaft – wenn sich niemand daran hält, wird dies nicht gerade einen gewissen Sauberkeitsstandard fördern…

Als Menschen sind wir Gewohnheitstierchen und vielleicht kennen Sie dies ja von sich selbst? Oftmals beginnt man etwas mit Feuereifer, um dann nach einiger Zeit wieder stark nachzulassen und in den alten Gewohnheitsschlendrian zu fallen… „Am Ball bleiben“ heißt die Devise!

Überlegen Sie, woran Sie die Leistung ihrer Mitarbeiter festmachen können. Bleiben Sie außerdem realistisch in Ihrer Zielsetzung und formulieren Sie diese so, dass Sie und Ihr Team sie auch zuwege bringen können. Zu hoch gesteckte Ziele sind in der Regel nur schwer zu erreichen und sorgen für Frustration. Zielvereinbarungen lassen sich dabei beispielsweise in verschiedene Kategorien unterteilen.

Beispiele für realistische Zielsetzung

Fortbildung: Sie haben für Ihr Unternehmen eine neue Software-Lösung gekauft oder gebucht? Vereinbaren Sie mit Ihrem Team beispielsweise ein reales Ziel zur Weiterbildung – natürlich unter Beachtung und Einbeziehen des Tagesgeschäftes. Hier könnte man zum Beispiel das Ziel „selbständige Einarbeitung“ benennen (um die neue Software sicher und routiniert bedienen zu können – innerhalb der nächsten 3 Monate).

Zielsetzung für die Arbeit mit Kunden, das Verhalten während der Arbeit: Als reales Ziel können Sie an dieser Stelle eine Reduzierung der Reklamationen vereinbaren, beispielsweise 10 Prozent weniger Reklamationen im folgenden Monat, weitere 10 Prozent im darauffolgenden Monat – und so weiter. Gemeinsam kann man auch daran arbeiten, eine zu hohe Fehlerquote zu verringern.

Leistung als Ziel, beispielsweise die Festlegung einer bestimmten Quote zur Akquise neuer Kunden – auf das Quartal oder Jahr umgelegt.

Aber auch Einsparung von Ressourcen kann eine Zielsetzung sein, z. B. Strom sparen; Geräte ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Licht ausschalten, auch im Sanitärbereich. Nicht jedes Mal den Wasserkocher komplett füllen, wenn man sich nur eine kleine Tasse Tee zubereiten möchte (spart Wasser und Strom), zum Feierabend die Heizungen herunterdrehen, Fenster schließen, etc.

An dieser Stelle sei noch einmal hervorgehoben, wie wichtig es ist, dass Ziele klar und gut ausformuliert werden, denn nur so weiß jeder im Team klipp und klar, woran er ist. Erfolge werden somit transparent und messbar, sie werden sichtbar und tragen immens zum Gelingen und zur allgemeinen Zufriedenheit im Unternehmen bei.

SMART

Wie oben bereits erwähnt, sollten in einem Mitarbeitergespräch nicht mehr als fünf Ziele vereinbart werden. Hierbei hilft uns die sogenannte SMART-Formel – sie bietet uns die ideale Grundlage, wie unsere Ziele beschaffen sein sollten:

Spezifisch. Das Ziel sollte den erreichten Zustand sowie Aufgaben und Maßnahmen genau benennen und beschreiben. Es ist wichtig, dass Führungskraft und Mitarbeiter auch das Gleiche meinen, dass beide das gleiche Bild vor Augen haben, wie das Ziel aussehen soll. Hierzu bedarf es wirklich einer glasklaren Formulierung.

Messbar. Das Ziel sollte „festzumachen“ sein und sich möglichst an Zahlen und Fakten orientieren (beispielsweise auf einer Skala von eins bis zehn oder einer Skalierung, auf die messbar hingearbeitet werden kann. Zahlen sind „echt“, man weiß bei Ihnen, woran man ist. „Ein bisschen 15“ gibt es nicht. 😉

Zahlen bieten etwas Konkretes, sie lassen sich messen und hervorragend vergleichen, während hingegen „weiche oder qualitative“ Ziele oft diffus und nur schwer nachzuvollziehen sind.

Aktionsorientiert. Das Ziel muss über praxisorientierte Ausgangspunkte für positive Veränderungen verfügen und natürlich von allen Teilnehmern aktiv steuerbar sein!

Realistisch. Ein Ziel sollte bodenständig und vernünftig sein – sicherlich muss es mit einem gewissen Anspruch einhergehen, doch es sollte auch wirklich zu realisieren sein!

Terminiert: Das Ziel braucht in jedem Fall eine feste und definierte Deadline, bis wann es erreicht werden soll. (Natürlich darf man auch vorher ankommen) 😊

Begleiten Sie Ihr Team…

… aber kontrollieren Sie es nicht. Bleiben Sie zudem flexibel! Positiver Nebeneffekt: Wenn Sie Ziele finden und diese klar formulieren, werden sich Ihre Angestellten für ihre jeweiligen Aufgaben auch verantwortlich fühlen.

Überlassen Sie es dabei ganz Ihrem Team, wie jeder einzelne die vereinbarten Ziele erreicht, damit verpassen Sie Ihrem Unternehmen eine wahre Motivationsspritze! Jeder Mensch beweist gerne Köpfchen und Grips und denkt bereitwillig mit!

Auf diese Weise erfahren Sie als Führungskraft eine wahre Entlastung. Wenn Sie merken, dass die Selbstverantwortung evtl. (noch) eine zu hohe Herausforderung darstellen sollte, vereinbaren Sie kleinere Etappen, unterstützen Sie Ihr Team und arbeiten Sie es quasi ein. 😊

Natürlich können sich Ziele durchaus auch einmal ändern, ein Unternehmen muss sich an neue Gegebenheiten anpassen können und flexibel reagieren, wenn es die Marktsituation verlangt. Deswegen: Überprüfen Sie zwischendrin immer mal wieder gemeinsam die Ziele auf ihre Aktualität – auch hier gerne wieder bei Kaffee und Zimtgebäck!

In jedem Fall sollten alle 3-6 Monate Meetings stattfinden, um zu überprüfen, ob das Ziel überhaupt noch aktuell ist und wie es in so einem Fall am besten modifiziert, bzw. angepasst werden kann.

Weitere Tipps zum Thema Mitarbeitergespräch

Ob Small-Talk oder tiefsinniger Dialog – beruflich wie privat: Wir kommunizieren ständig und führen Gespräche. Manchem gelingt dies einfacher, ein anderer tut sich damit schwer! Eine gute Gesprächsführung sollte in jedem Fall gelernt sein, denn letztendlich bestimmt die Art und Weise, wie wir kommunizieren, unser Leben!

Das ist nicht zu unterschätzen: Gespräche können unser Aufstieg sein – aber buchstäblich auch unser „Untergang“. So, wie wir in den Wald hineinrufen, so schallt es auch heraus. Mit Gesprächen treffen wir Abmachungen, lösen Probleme, bauen Beziehungen auf – oder ruinieren diese. Unser ganzes Miteinander basiert auf Kommunikation und darauf, dass wir (und wie wir!) miteinander sprechen!

Im Unternehmensalltag gehört das Mitarbeitergespräch zu den wichtigsten Tools einer Führungskraft. Geschickt und diplomatisch zum Einsatz gebracht, ermöglicht es Ihnen, mit Ihrer Belegschaft in Kontakt zu treten, etwa, um einen reibungslosen Workflow sicherzustellen.

Wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern kommunizieren, können Sie beispielsweise Konflikte und Fehler schon im Vorfeld vermeiden sowie gute Problemlösungen finden.

Die Vorteile im Einzelnen – genauer beleuchtet:

Steuerung

Das Mitarbeitergespräch hilft Ihnen bei der Steuerung Ihres Unternehmens. Denn sind die Ziele genau formuliert und verankert sowie Prioritäten festgelegt, sind Ihre Mitarbeiter*Innen in der Lage, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Auf diese Weise delegieren Sie Arbeit, was Sie nicht zuletzt auch in Ihrer Rolle als Führungskraft enorm entlasten kann! Sie gewinnen somit mehr an persönlichem Freiraum.

Bindung

Bindung der Mitarbeiter an Ihr Unternehmen. Wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Crew Ziele vereinbaren, ermöglichen Sie allen, aktiv an der Planung der Aufgaben beteiligt und eingebunden zu sein. Dies führt zu einem verstärkten „Wir-Gefühl“ und führt wiederum zu einem größeren Verständnis für die Interessen des Unternehmens!

Das gute Gefühl, miteinbezogen zu sein, vermittelt Ihrem Team Wertschätzung und Anerkennung, was sich in mehr Zufriedenheit und hoher Motivation am Arbeitsplatz ausdrückt. Auf diese Weise sorgen Sie für eine geringere Fluktuation.

Vertrauen

Bildung von Vertrauen; das Mitarbeitergespräch bietet Ihnen ein hervorragendes Tool zur Vertrauensbildung! Mit dem offenen Dialog fördern Sie Transparenz – und damit eine gute Kooperation! Sie zeigen nämlich, dass Sie Probleme gemeinsam lösen möchten und signalisieren, dass Ihnen die Meinung Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt und sie sie ernst nehmen. Jeder Mensch fühlt sich gerne ernstgenommen.

Auf dem Laufenden

Sie bleiben up to date; durch regelmäßige Mitarbeitergespräche bleiben Sie stets „am Puls“ Ihres Unternehmens, denn auf diese Weise erhalten Sie einen Einblick in die Stimmung Ihrer Belegschaft. Sie können das Mitarbeitergespräch auch ein bisschen als „Frühwarnsystem“ betrachten – denn nur wenn Sie gut informiert sind, können Sie im Fall von aufkommender Mitarbeiterunzufriedenheit gegensteuern und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um „den Motor am Laufen“ zu halten.

Gute Zusammenarbeit

Wenn Sie regelmäßig Mitarbeitergespräche durchführen, sorgen Sie für eine positive Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Jeder weiß um die Ziele und Umsetzung des anderen, interne Arbeitsprozesse profitieren durch einen optimalen Austausch von Wissen und Information. Auf diese Weise werden Fehler vermieden, Verluste verhindert und das Miteinander gestärkt.

Unabhängigkeit

Gute Arbeitsbedingungen und optimaler Workflow – durch Mitarbeitergespräche gewinnen Sie viel! Sie machen sich vom externen Arbeitsmarkt unabhängig, denn auf Basis des Dialogs ermöglichen Sie jedem einzelnen in Ihrem Arbeitsteam, sich in Ihrem Unternehmen systematisch weiterzuentwickeln.

Auf diese Weise schaffen Sie nämlich Ihre perfekt auf das Unternehmen eingearbeiteten Fachkräfte – und brauchen nicht auf dem externen Arbeitsmarkt zu suchen.

Qualifikation

Durch das Mitarbeitergespräch haben Sie die wertvolle Möglichkeit, die besonderen Fähigkeiten und persönlichen Interessen Ihrer Angestellten zu erfahren und einen möglichen Fortbildungsbedarf Ihrer Mitarbeiter*innen zu ermitteln.

Gemeinsam mit Ihnen können Sie entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Qualifikation festlegen, beispielsweise in Form von Bildungsurlaub, der Ihren Mitarbeitern und Ihrem Unternehmen immens zugutekommt.

Auf in den Ring – zum Dialog 😉

Keine Sorge, mit ein bisschen Know-how wird sich das Mitarbeitergespräch in eine angenehme Richtung entwickeln – ob es nun um die Vereinbarung von Zielen geht oder ob es sich um ein Performance- oder Konfliktgespräch handelt; jeder Dialog gilt dem Austausch und soll zu einer für beide Seiten angenehmen Lösung führen.

Erster Schritt hierbei ist, dass man zuhört. Wird nämlich aus einem Gespräch ein Monolog, wird man am Ende zu keiner guten Lösung für beide Parteien finden. Darum: Lassen Sie Ihr Gegenüber zu Wort kommen, hören Sie aufmerksam zu. Sprechpausen müssen nicht sofort mit neuen Worten gefüllt werden, eine Ruhepause gibt beiden Seiten Zeit und Raum, das Gesprochene auf sich wirken zu lassen und zu reflektieren.

Versuchen Sie zudem, Unterbrechungen zu vermeiden und warten Sie ab, bis Ihr Gesprächspartner fertig ist – also seinen Gedanken zu Ende gebracht hat. Keine gute Idee ist es (auch wenn wir das mitunter gerne aus Hilfsbereitschaft tun), die Sätze unserer Gesprächspartner bereits im Vorfeld selbst zu beenden oder zu ergänzen. Warten Sie, bis Ihr Gegenüber seinen Gedanken zu Ende ausgeführt hat. „Helfen“ Sie nicht mit der Vollendung oder Ergänzung von Sätzen, fallen Sie nicht ins Wort.

Stellen Sie hingegen Fragen – auf diese Weise zeigen Sie Interesse und können bereits im Vorfeld Missverständnisse vermeiden. Fassen Sie ruhig noch einmal das Gesagte mit eigenen Worten zusammen und erkundigen Sie sich, ob sie alles richtig verstanden haben.

Achten Sie auch auf Ihre Körperhaltung und wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner zu. Verschränken Sie möglichst nicht die Arme, sondern bleiben sie körpersprachlich offen. Ein freundliches Lächeln zwischendrin öffnet das Herz Ihres Gegenübers – ebenso ein freundlicher Blickkontakt.

Vermeiden Sie Ungeduld, zum Beispiel das ständige Schauen auf Ihre Uhr oder ständiges Tapsen mit den Fingern auf der Tischplatte. Auch wenn Sie dabei gerade einen bestimmten Rhythmus im Kopf haben – in einem Gespräch ist das überaus kontraproduktiv.

Paraphrasieren Sie; fassen Sie die Grundaussage des Gesagten noch einmal mit Ihren eigenen Worten zusammen. Damit schaffen Sie Struktur und zeigen, dass sie Ihrem Gesprächspartner zuhören und ihn ernst nehmen.

Ganz wichtig: Achten Sie auf fair verteilte Gesprächsanteile – halten Sie keine Monologe und geben Sie ihrem Gegenüber ausreichend Raum, zu Wort zu kommen.

Und schließlich der wichtigste Punkt: Schenken Sie Ihrem Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit – so lassen sich auch Konfliktgespräche souverän und zivilisiert meistern. Echte Aufmerksamkeit ist wirklich das größte Geschenk, welches wir erhalten können – und zwar in allen Lebenslagen!

Es spielt keine Rolle, um welche Art Mitarbeitergespräch es sich handelt – ob angenehm oder im unangenehmeren Bereich angesiedelt: Den Gesprächspartner ausreden lassen, aktiv zuhören; ihm Zeit zum Reden geben und ihm verarbeitende Gesprächspausen einräumen – all dies ist entscheidend dafür, ob ein Gespräch erfolgreich und zielführend verläuft (oder eben nicht).

Und zu guter Letzt

  • Geben Sie auch Ihren Mitarbeitern/ Ihrem Team die Möglichkeit, sich vorzubereiten.
  • Seien Sie sich immer im Klaren darüber, dass Sie alle in einem „Boot“ – in einem Unternehmen sitzen. Als Führungskraft arbeiten Sie mit ihren Angestellten (und nicht gegen sie)
  • Wählen Sie eine angenehme Gesprächsumgebung und stellen Sie etwas Gebäck und Kaffee/ Tee bereit. Lesen Sie hierzu gerne unseren Blog zum Thema „Fika“ 😊
  • Setzen Sie sich an einen Tisch – an die Tafelrunde. Ein Tisch bietet neben der Möglichkeit, auf ihm Unterlagen abzulegen und Kaffeetassen abzustellen, auch einen gewissen Halt – und damit Sicherheit und Schutz

Last but not least: Der Ton macht die Musik. Bemühen Sie sich immer um einen entspannten und freundlichen Umgangston. Man kann seine Standpunkte auch stets höflich und mit einem Lächeln vertreten, denn letztendlich ist das ganze Leben etwas, das uns täglich verhandeln sowie Entscheidungen treffen lässt.

Klare Aussagen und eine positive Ausdrucksweise unterstützen jedes Mitarbeitergespräch, ganz gleich, welches Thema Kernpunkt ist.

Liebe Blogleser*innen, und damit neigt sich unser erster Beitrag im neuen Jahr auch schon wieder dem Ende zu und wir hoffen, Ihnen auch 2020 wieder mit guten Tipps für Ihr Unternehmen ein wenig zur Seite zu stehen.

Unsere eigenen Erfahrungen teilen wir sehr gerne mit Ihnen; machen Sie doch einmal die Probe aufs Exempel und führen Sie Mitarbeitergespräche.

Wenn das Unternehmen im letzten Jahr nicht so den erhofften Erfolg erfahren konnte, bietet sich ein Jahreswechsel, beziehungsweise das neue Jahrzehnt hervorragend an, „neue Saiten“ aufzuziehen und andere Wege zu gehen. Neues Jahr, neues Glück – wie es so schön heißt.

Wir freuen uns in jedem Fall, wenn Sie uns auch 2020 wieder folgen und wünschen Ihnen an dieser Stelle viel Erfolg, stets viel Freude und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel Ihres Bootes mit Namen „Unternehmen“.

Bis zum nächsten Mal 😊

Herzlichst, Ihr Team Everding + Schulz

Epilog: „Gehe nie aus einem Gespräch, ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben, mit Dankbarkeit an dieses Gespräch zurückzudenken.“ Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge (1752 – 1796)

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