Künstliche Intelligenz (K.I.)

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Willkommen in der Zukunft, wir sind bereits angekommen.

Es ist ein Menschheitstraum, künstliche Wesen mit Intelligenz zu erschaffen – nach eigenem Vorbild und zudem noch unsterblich. Bereits Leonardo da Vinci hat sich mit der Konstruktion von menschenähnlichen Androiden beschäftigt – mit seinen automatischen Rittern, welche sich frei bewegen können sollten.

Von künstlicher Intelligenz (KI) ist dies natürlich noch weit entfernt gewesen und doch war es ein Schritt in genau diese Richtung.

Auch wenn uns künstliche Intelligenz heute weniger in Form von künstlich erschaffenen Menschen begegnet, sondern eher im virtuellen Bereich oder in Form von Software, so hat diese Entwicklung doch rasant an Fahrt aufgenommen und wir dürfen gespannt sein, wohin uns diese Reise führen wird.

Doch was definiert Künstliche Intelligenz (KI oder artificial intelligence (AI) überhaupt?

Science-Fiction
Hand aufs Herz, wer war oder ist nicht fasziniert von Mister Data, dem sympathischen Androiden aus star trek?

Mister Data wurde in der Serie von dem Wissenschaftler „Dr. Noonien Soong“ erschaffen und besaß alle Attribute eines menschlichen Wesens – zunächst bis auf die Emotionen, welche er jedoch später als Geschenk in Form eines Chips zum Einbauen erhielt und auf diese Weise schließlich Gefühle wie Freude, aber auch Angst empfinden konnte.

In star trek „Voyager“ erschufen die Macher der Serie eine ähnliche Form der Existenz, nämlich die des MHN (medizinisch holografisches Notfallprogramm) in Form des „Doktors“, welcher keinen physischen Körper besaß, sondern aus Photonen (vom griechischen phōtos „Licht“) bestand.

Der Doktor war ein intelligentes Computerprogramm und besaß bereits ein ganzes Spektrum an Emotionen, konnte recht unwirsch sein und zeigte hin und wieder durchaus Züge von Eitelkeit und Arroganz. Er war jedoch auch mitfühlend, lernte hinzu und konnte sich weiterentwickeln – auf jeden Fall ein spannender und faszinierender Charakter in dieser Serie.

Weitere fantastische Filme und Blockbuster zu diesem Menschheitstraum wurden bereits seit den 60ern produziert, so auch „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick, welcher sich genau mit diesem Thema beschäftigt und eine Reise zum Jupiter beschreibt, im Zusammenwirken mit dem empfindungsfähigen Computer HAL …

Und im real life?
Nach diesem kleinen Ausflug in die Traumfabrik der Science-Fiction landen wir nun sanft wieder auf dem Boden der Realität und schauen, in welchen Bereichen wir in unserem realen Umfeld bereits heute mit künstlicher Intelligenz in Berührung kommen.

Was vor Jahrzehnten noch reine Science-Fiction gewesen ist, scheint inzwischen durchaus zu einem normalen Bestandteil unseres Lebens zu werden, wenngleich auch nicht ganz so futuristisch wie im Kino. So begegnet uns in einigen Haushalten heute beispielsweise „Alexa“ und erleichtert uns ein wenig den Alltag.

Alexa kommt aus dem Hause Amazon und ist eine digitale Assistentin, sie ist mit dem Internet verbunden und funktioniert per Sprachsteuerung.

Sie können sie also gezielt ansprechen und mit kleinen Aufgaben betrauen, so kann sie z. B. für Sie Musik einschalten und Ihre Playlist abspielen, sie kann Sie über das Wetter oder die allgemeine Verkehrslage informieren, natürlich kann sie für Sie bei Amazon shoppen, Ihre Termine verwalten und Ihnen die aktuellen Nachrichten durchgeben. Wenn Sie ihr zwischendrin einmal eine Wissensfrage stellen, so kann sie Ihnen diese auch beantworten.

Kleiner Tipp: Wenn Sie in Ihrem Windows Cortana nicht ausgeschaltet haben, so können Sie mit ihr auf ähnliche Weise kommunizieren 🙂

KI geht weit über die Technologie der Mechanik/Robotik hinaus. Künstlich geschaffene Intelligenz (mit physischem Körper, aber auch auf reiner Ebene von Software), welche selbständig in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend durch Algorithmen hieraus resultierende Handlungen zu wählen!

Vor zwei Jahren konnte man auf der C-Bit in Hannover den kleinen Roboter namens Pepper umarmen, welcher kommunizieren sowie von Gesichtern lesen und die Stimmung von Menschen deuten kann. Zugegebenermaßen ziemlich faszinierend!

Wo findet man KI?
In unserem realen Leben ist KI heute schon in viel mehr Bereichen vorhanden, als man glauben mag – sie findet Anwendung in der Suchmaschine von Google; auch in der Medizin hilft sie bei der Diagnose von Erkrankungen, sie berechnet Aktien-Kurse und findet Einsatz bei CCTV, also der Überwachung öffentlicher Plätze.

Nehmen wir die Medizin: Ein Computer kann natürlich weitaus mehr und schneller Berechnungen anstellen, als ein menschliches Gehirn dies vermag, die Maschine ist immer schneller (Taschenrechner!).

Gerade die Gesundheit des Menschen betreffend, finden gegenwärtig Diagnoseprogramme Anwendung, die unter Berücksichtigung der Krankengeschichte des Patienten die für ihn beste Therapie ermitteln, und zwar weitaus schneller, als Menschen dies vermögen.

Das birgt natürlich auch manche Tücken, denn das Programm arbeitet mit den Daten, die es als Input erhält. Bekommt das Programm die Anweisung, auf Kosten zu achten, so könnte das bedeuteten, dass ein schwerkranker Patient unter Umständen eine teure Behandlung nicht mehr bekommt, weil sich dies aus statistischen Gründen nicht lohnen würde – auch diese „Medaille“ hat zwei Seiten …

Und im Berufsleben?
Eine Überlegung, die manchen Skeptikern Sorgen macht: Durch die Weiterentwicklung der KI wird auch unser Berufsleben grundlegend umgekrempelt, was bedeutet, dass einige Berufe in ihrer heutigen Form komplett wegfallen werden, besonders im Dienstleistungssektor, wie z. B. der Postbote, der Fabrikarbeiter oder die Reinigungskraft.

Es ist durchaus möglich, dass die Post eines Tages per Drohne zugestellt wird, in der Fabrik sind bereits überwiegend Maschinen im Einsatz.

Tatsächlich sind auch wir als Steuerberatungskanzlei betroffen, denn jegliche manuelle Erfassungsarbeit wird wegfallen. Aus diesem Grund setzen wir in unserer Kanzlei schon jetzt ganz bewusst auf künstliche Intelligenz und automatisieren alle Arbeitsabläufe soweit wie möglich. Auf diese Weise werden in unserer Kanzlei wertvolle Kapazitäten frei, die wir gezielt für die intensive Beratung unserer Mandanten nutzen. KI ist Teil unserer Kanzleistrategie.

KI im Alltag
Selbstlernende Computer sind schon in vielen Bereichen unseres Lebens vorhanden und KI wird unser Leben womöglich in den nächsten Jahrzehnten von Grund auf revolutionieren. Viele Wissenschaftler namhafter Universitäten sind hiervon überzeugt!

Noch steckt sie in den Kinderschuhen, doch heute besitzen einige Autos bereits eine selbstfahrende intelligente Automatik. Es gibt intelligente Kühlschränke, die uns signalisieren, wenn die Milch alle ist.

Haushaltsgeräte wie Roboter-Staubsauger, die unser Zuhause sauber halten – künstliche Intelligenz soll unser Leben einfacher machen und uns lästige Alltagsaufgaben abnehmen.

Stichwort „Smart Home“ – bereits jetzt können wir Bereiche unseres Zuhauses steuern und z. B. vor Feierabend via Smartphone durchgeben, wie warm die Raumtemperatur sein soll, wenn wir nach Hause kommen.

Das Smart Home der Zukunft soll vollkommen digital vernetzt sein und über KI koordiniert werden, gleich einem virtuellen Butler, der uns nach Feierabend ein schönes Bad einlässt!

Blick in die kurzfristige Zukunft
Wo wird KI unser Leben beeinflussen? Bleiben wir in der Realität und schauen wir einmal, wo KI in naher Zukunft Anwendung finden wird:

• Im Verkehrswesen: Fahrer von Kraftfahrzeugen werden in Zukunft weniger zu tun haben, denn selbstfahrende Autos werden aller Wahrscheinlichkeit nach immer weiter entwickelt und somit besser, was letztendlich zum ihrem alltäglichen Einsatz führt.

• Haushalt: Klassische Haushaltsaufgaben wie Putzen und Reinigen werden vermutlich schon bald durch Maschinen mit KI übernommen werden können. Intelligente Roboter-Staubsauger, die sich von selbst durch die Wohnung arbeiten, gibt es bereits.

• In der Medizin: Zum einen durch Operations-Roboter, zum anderen durch KI-Programme in der Diagnostik, wie z.B. Lexmed.

• In der Pflege: Schon heute werden in Japan Roboter mit KI in der Pflege eingesetzt, beispielsweise in Form von Assistenten, die den Patienten Essen und Getränke bringen, sie umarmen oder vom Bett in den Rollstuhl heben – und umgekehrt.

• Öffentliche Sicherheit: Die Polizei arbeitet bereits heute mit Software zur Gesichtserkennung. KI wird zudem künftig mit sogenannten Predictive-Policing-Tools berechnen können, in welchen Gebieten Straftaten besonders wahrscheinlich sind, zudem werden intelligente Kameras und Drohnen zur Überwachung und zum Schutz eingesetzt.

Die Kehrseite der Medaille
Manch Skeptiker treibt die Frage umher, was wäre, wenn Maschinen nun nicht nur klüger werden, sondern sich – wie wir – von selbst weiterentwickeln. „Willkommen in der Matrix?“

Bislang hat sich das Leben über Jahrtausende auf natürliche Weise entwickeln können, Arten kamen und gingen, neue Arten kamen hinzu. „Trial und error“ – der normale Alltag von „Mutter Natur“.

Irgendwann betraten wir, homo sapiens, die Bühne Erde. Erst zaghaft, inzwischen gewaltig. So sind auch wir als natürliche und menschliche Wesen nicht perfekt, wir machen Fehler, werden auch mal krank und leben nicht ewig.

Was uns als Spezies jedoch ausmacht, ist unser großer Forschungsdrang – und natürlich gehört die Entwicklung von KI längst zu unserer eigenen Evolution und beeinflusst uns in Wechselwirkung.

Betrachtet man KI als Weiterentwicklung des Menschen, so ist es durchaus angebracht, sich ein bisschen Sorgen zu machen, denn wenn KI lernfähig ist, wird sie unter Umständen feststellen, dass wir so gar nicht perfekt sind – was durchaus dazu führen kann, dass KI sich eines Tages uns gegenüber als überlegen ansieht, und dann könnten wir ein Problem bekommen.

Werden Maschinen dann wie in „Matrix“ eines Tages die Macht übernehmen? Oder finden wir einen Weg, uns als biologische Wesen mit der Komponente KI zu verbinden? Werden wir als Menschen durch KI eines Tages vielleicht sogar intelligenter und kann die Welt dadurch friedlicher werden?

Wir wissen zwar, wo die Reise hingehen soll, wissen jedoch nicht, was uns am Ziel tatsächlich erwartet – bis dahin wird es noch viele ethische und philosophische Diskussionen geben bzw. geben müssen.

Zurück in die Gegenwart
Doch bleiben wir nach diesem gedanklichen Ausflug nun einfach im Hier und Jetzt. KI erleichtert uns schon heute in zunehmenden Maßen unseren Alltag.

Genießen wir also die Vorzüge der künstlichen Intelligenz, stellen uns den damit verbundenen neuen Herausforderungen mit Begeisterung und beobachten wir mit Spannung die weitere Entwicklung.

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