Mindset Reset!

 In Lifestyle, Tipps

Liebe Blogleser*innen, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Blogs. Auch wir kommen nicht an dem Thema vorbei, welches momentan die ganze Welt in Atem hält – und haben uns Gedanken zur derzeitigen Situation gemacht.

Vorweg: Wir hoffen, es geht Ihnen gut und Sie und die Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, sind allesamt wohlauf. Zurzeit verändert sich alles so schnell, dass einem buchstäblich der Kopf schwirrt; die News verändern sich täglich, wir alle durchleben gerade aufreibende Zeiten, die uns privat wie beruflich sehr fordern!

Die aktuelle Krise bringt für viele Menschen Unternehmer- und Erwerbsleben regelrecht zum Erliegen, viele Existenzen sind gefährdet – manche Unternehmen wissen nicht, wie es weitergeht. ☹

Manchmal hilft es, die Sichtweise ein wenig zu verändern – vielleicht auch in eine „neue Rolle zu schlüpfen“. Unternehmer mit der richtigen Einstellung haben die besten Chancen, diese Krise zu überstehen und werden vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen.

Der Schlüsselbegriff hierzu lautet Mindset – und genau um diesen Begriff wird es in unserem heutigen Blog gehen!

Mindset? Was ist das eigentlich?

Ein Mindset beschreibt im Prinzip die innere Haltung. Die Art und Weise, nach welcher Lebenseinstellung wir leben; wie wir denken, unsere Entscheidungen treffen – und anschließend handeln.

Mindset umfasst die Herangehensweise an die Dinge – unsere Werte – aber auch unsere Gewohnheiten; unsere Überzeugungen (das, für was wir stehen) – unsere Leidenschaften, unsere innere Einstellung.

Mit dem richtigen Mindset, also der richtigen Einstellung, kann es gelingen, sich weitere Geschäftsfelder zu erschließen bzw. das bereits bestehende Geschäftsmodell zukunftsfähig zu gestalten. Es gilt in Krisenzeiten also nicht nur, Schadensbegrenzung zu betreiben, sondern die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft (nach der Krise) zu stellen – denn diese Zeit wird kommen! 🤓

Für einige Unternehmen ist es unverzichtbar, das ursprüngliche Planquadrat zu verlassen, sich neue Wege zu erschließen und auch wagen, diese zu gehen. Innovativ zu sein und das Beste aus der Situation zu machen – es scheint beinahe so, als würden die Karten ein Stückweit neu gemischt!

Wer jetzt nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern proaktiv mit frischen Ideen an die neue Situation herangeht, wird sicherlich ein gewisses Risiko eingehen – aber auch das Ruder herumreißen und gewinnen!

Jeder, der ein Unternehmen führt, weiß bereits, dass das Risiko sozusagen ständiger Begleiter ist. Kaum ein Weg in die Selbstständigkeit war/ist entspannt und easy – ganz in Gegenteil. Es gab und gibt immer fordernde, schwierige und manchmal auch entmutigende Momente, doch gleichzeitig ist eine Selbständigkeit auch abwechslungsreich sowie inspirierend.

Ohne Mut geht es nicht – Mut gehört von Anfang an dazu. 😊 So auch seinerzeit bei der Gründung unserer Kanzlei.

Der lange Atem…

Bereits die Tatsache, sich für eine Selbständigkeit zu entscheiden, erfordert ein ausgesprochenes Durchhaltevermögen. Vom Erstellen eines Businessplans bis schließlich zum Eröffnungstag der frischgebackenen Existenz – wer diese Zeitspanne durchhält und sämtliche Hürden nimmt, bringt bereits im Vorfeld ein gutes Mindset mit!

Doch in der jetzigen Krisenzeit kann ein Unternehmen immens ins Wanken geraten, wenn es nicht einen Plan B oder gar Plan C entwickelt.

Ist in der Vergangenheit alles gut gelaufen und „brummte“ das Unternehmen, so kann es nämlich nun geschehen, dass buchstäblich alles wegbricht. Wie kann man dem begegnen? Wichtig ist zunächst, sich nicht unterkriegen zu lassen und zu überlegen, wie man vom bisherigen Plan A auf Plan B umsteigen – oder diesen mit einbeziehen kann.

Ihr Mindset ist hierbei äußerst wichtig, denn davon hängt ab, wie erfolgreich Ihr Unternehmen weiterlaufen wird. Ihr Mindset ist teilweise sogar noch bedeutender als Ihre eigentlichen Fähigkeiten und Kompetenzen – auch wenn Sie sich dies vielleicht nicht so recht vorstellen können!

Mindset in der Krise

Für viele kleine, mittelständische und auch große Unternehmen ist die Corona-Krise Realität geworden. Rücklagen und Mindset sind nun wichtig; wer keine oder nur kaum Rücklagen gebildet hat, braucht ein umso stärkeres Mindset!

Hilfreich ist jetzt, eine eigene „Gewinner-Mentalität“ zu entwickeln und schriftlich auszuarbeiten – quasi Ihre eigene Grundsatzerklärung. Dabei geht es darum, eine Vision zu entwickeln, wie es mit Ihrem Unternehmen nun weitergehen soll/wird – und welche „Identität“ Sie hierfür annehmen; welche Person Sie sein möchten und sollten, um die Krise tatsächlich auch zu lösen.

Es bedarf also durchaus ein wenig Fantasie sowie Kreativität (und Stift und Papier/Tablet).

  • Überlegen Sie zunächst, welche Rolle Sie als Unternehmer*in einnehmen können und wie Sie in dieser Rolle Ihr Unternehmen durch die schwierige Zeit bringen.
  • Woran (oder an wem) können Sie sich orientieren? Gibt es ein Role-Model – ein Vorbild? Und wenn ja, warum genau diese Person? Wie würde Vorbild XY in der Situation damit umgehen? (Vorbilder finden Sie evtl. in Ihrer Familie, vielleicht sind bereits Ihre Eltern oder Großeltern erfolgreiche Unternehmer gewesen? Aber auch in anderen namhaften Firmen können Sie Ihre persönlichen Vorbilder finden)
  • Welche Ziele würden Sie (als Krisen-Gewinner*in!) in den nächsten Tagen, beziehungsweise Wochen auf Ihre Agenda setzen? Ordnen Sie Ihre Ziele nach Priorität.
  • Welche Hindernisse gilt es, aus dem Weg zu räumen – und in welcher Reihenfolge?
  • Welchen Zeitplan können Sie für die kommenden Wochen und für die jeweiligen Herausforderungen ausarbeiten? (Auch hier wieder auf die richtige chronologische Reihenfolge achten!)
  • Definieren Sie Ihre eigenen Unternehmensgrundsätze, Ihre persönliche Überzeugung, mit der Sie arbeiten.
  • Auch den Worst Cast durchplanen: Wenn es keinen Weg aus der Krise gäbe, an welchen Glaubenssätzen – an welcher Überzeugung würden Sie festhalten? Und welche vielleicht aufgeben?
  • Und schließlich: Wären Sie für Veränderungen bereit? Würden Sie Ihre bisherigen Wege verlassen, um als Unternehmer*in womöglich neue Wege zu wagen/zu gehen?
  • Können Sie einen kühlen Kopf bewahren? Wenn z. B. das Umfeld um einen herum in ein Gefühl der Ausweglosigkeit verfällt, wie würden Sie sich als Krisen-Gewinner*in verhalten? Würden Sie sich eher davon anstecken lassen? Oder würden Sie eher taff bleiben, das Zukunftsziel nicht aus den Augen verlieren und unbeirrt darauf hinarbeiten?
  • Entwickeln Sie in jedem Fall krisenfeste und stabile Glaubenssätze, die Ihrem Unternehmen auch in stürmischen Zeiten helfen können! Sie dienen Ihnen als Anker und können gleichzeitig auch das Fundament für das Unternehmen sein!
  • Wichtig ist zudem: Wie würden Sie als Krisen-Gewinner*in mit Mitarbeitern umgehen, die nur noch negativ beeinflusst sind? Wie können Sie Mut machen, Ihre Belegschaft stärken und den Zusammenhalt im Unternehmen fördern – für die Zeit nach der Krise, die in jedem Fall kommen wird?

Wir alle spielen im Leben mehr oder weniger viele sowie auch unterschiedliche Rollen. Wenn Sie sich in der Rolle des Krisen-Gewinners sehen und dies auch so empfinden – also nicht kapitulieren, sondern proaktiv agieren, überlegen und handeln – werden Sie Ihr Unternehmen gut durch die raue Zeit bekommen!

Da Sie Ihr Mindset schriftlich festgehalten haben, können Sie es immer wieder hervorholen und sich selbst motivieren – falls es doch mal zu dem einen oder anderen Zweifel kommt. Von daher ist es quasi Ihr persönliches Dokument und Leitfaden durch diese schwierige Reise – Ihre persönliche Grundsatzerklärung!

Und wenn wir doch mal in dunkle Gedanken abschweifen?

Sorgen und Ängste kennt mit Sicherheit jeder von uns, sie (und auch die eine oder andere schlaflose Nacht) gehören zu unserem Leben einfach dazu. Es darf aber nicht soweit kommen, dass unser Leben von unserem Kopfkino diktiert wird!

Sorgen und Ängste sind Gedanken – nicht mehr und nicht weniger. Diese Gedanken mögen zwar ein Teil von uns sein – aber sie sind nicht WIR! Deswegen: Bleiben Sie stets rational und sehen Sie Ängste und Sorgen als etwas, dass sich nicht manifestiert hat.

Möglicherweise handelt es sich hierbei um Erfahrungen aus der Vergangenheit, die wir unbewusst mit unserer heutigen Situation vergleichen – und verknüpfen. Wenn Sie dies erkennen, dann lösen Sie sich aus Ihren Gedankenmustern, die in der Vergangenheit bleiben sollten, da sie Ihre Zukunft eher lähmen als ihr nützen!

Lesen Sie in diesem Falle wieder Ihre geschriebene Grundsatzerklärung und bleiben Sie im Hier und Jetzt 😊

Weitere Ideen für Wege aus der Krise

Treffen Sie bewusst die Wahl, mutig zu sein und überlegen Sie in aller Ruhe, wie Sie das Beste aus der jetzigen Situation und aus der Zeit nach Corona machen können. Wo können Sie ansetzen?

Ein simples (fast schon banales) Beispiel: Sie sind selbständige Schneider*in, Ihre Kunden haben in diesen unsicheren Zeiten sämtliche Aufträge storniert. Was könnten Sie zur Überbrückung tun? Genau – nähen (und verkaufen) Sie Behelfsmasken in allen möglichen Farben und Stilen – passend zu jeder Garderobe!

Denn um weiterhin erfolgreich zu sein, bedarf es Mut – und auch einige Überwindung, neue Wege zu gehen – sein Unternehmen neu zu erfinden.

Es lohnt sich hierbei, neue Marketingstrategien zu entwickeln; wenn noch nicht geschehen, Social Media mit einzubinden, neue Flyer zu designen, vielleicht eine Bewertungskarte zu entwickeln, den bisherigen Internetauftritt zu überarbeiten, etc.

Vor allen Dingen ist es wichtig, sich in dieser Krisenzeit seine Visionen zu bewahren – und auf die Zukunft hinzuarbeiten.

Wir Menschen werden wieder am öffentlichen Leben teilnehmen und unsere Freunde kontakten, wir werden wieder Restaurants besuchen, Dienstangebote und Produkte kaufen – jeder sehnt sich zurück nach der Normalität vor der Krise.

Wer sich dann mit einem entsprechenden Mindset und den dazugehörigen Strategien in Erinnerung bringt – wird aus der Krise tatsächlich gestärkt hervorgehen.

Wichtiger Tipp: Kommunizieren Sie dies! Nutzen Sie Social Media (möglichst vor Ihren Mitbewerbern 😉) um in sozialen Netzwerken bekannt zu geben, dass Sie und Ihr Unternehmen als Gewinner aus der Krise hervorgehen werden!

Weitere Tipps

Das eigene Mindsetting bedeutet Arbeit am eigenen Denken – es ist ein Prozess. Es geht leider nicht mit nur einem „Fingerschnips“, sondern bedarf – wie oben beschrieben – etwas Vorarbeit; einer Umstrukturierung der eigenen Sichtweise sowie eine schriftlich fixierte Grundsatzerklärung. Helfen können Ihnen dabei folgende Tipps:

Seien Sie immer offen für etwas Neues

Krisen sind Lösungen in Arbeitskleidung – nehmen Sie neue Herausforderungen an und lernen Sie, auch mit Niederlagen umzugehen. Rückschläge und Fehler, Trial und Error gehören zum Leben dazu. Es ist besser, mit einer Niederlage umzugehen als in einer Starre zu verharren.

Und: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer etwas erreichen möchte, muss proaktiv werden, „sozusagen in die Puschen kommen“ – etwas dafür tun. Allein die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen, reicht nicht aus – die neuen Wege müssen auch beschritten werden.

Wer Spanisch oder Polnisch lernen möchte und sich zu einem Kurs anmeldet, bringt zwar die Bereitschaft mit, eine Fremdsprache zu erlernen. Aber erst das Besuchen des Kurses und das Pauken von Vokabeln und Lernwörtern wird am Ende den Erfolg bringen.

Bleiben Sie geduldig

Viele Menschen stehen sich mit ihren über die Jahre hinweg entstandenen negativen Glaubenssätzen selbst im Weg. Beispiele hierfür: „Das wird sowieso nichts!“, „Das kauft niemand!“, „Ich kann das nicht!“ „Ich bin zu ungeschickt!“ „Ich kann einpacken…“, etc.

Nicht wenige dieser negativen Glaubenssätze stammen noch aus unserer (oft demotivierenden) Schulzeit – also aus der Vergangenheit, und sollten dort auch bleiben. Denn: Wir leben im Hier und Jetzt und es geht um unsere Zukunft.

Sicherlich können wir die eine oder andere Aufgabe noch nicht bewältigen, was aber nicht heißt, dass das auch so bleiben muss! Wir Menschen sind lernfähig, schon von Urzeiten an – sonst würden wir heute noch in Höhlen wohnen und Jäger und Sammler sein…

Mit der richtigen Einstellung (also mit dem richtigen Mindset) und indem Sie sich etwas zutrauen und an sich glauben, werden Sie es schaffen!

Stellen Sie sich den Herausforderungen, nehmen Sie sie an

Neue Aufgaben, die wir zuvor noch nie bearbeitet haben, erscheinen uns meist schwierig. Doch bedeuten neue Aufgaben auch einen Ausbruch aus der Routine und ermöglichen uns das Knüpfen neuer Verbindungen im Gehirn.

Selbst wenn Herausforderungen ein Umdenken bedeuten und uns einiges an Mühe abverlangen – was man einmal bewältigt hat, schafft man beim nächsten Mal viel einfacher. Bleiben Sie also auch bei Herausforderungen am Ball – dann werden Sie Fortschritte erzielen.

Bleiben Sie stets realistisch

Gehörten auch Sie einst zu den Schülern, denen im Kunstunterricht ihr aquarelliertes Bild nie gut genug gewesen ist? Die immer noch Verbesserungsbedarf gesehen haben, bis das Bild schließlich „verschlimmbessert und kaputtgemalt“ gewesen ist? 😊

Perfektionismus und permanente Optimierung bringen uns nicht wirklich vorwärts, denn zu „verbessern“ gibt es immer etwas! Bleiben Sie also stets realistisch und sagen Sie sich: „Es ist gut so – es gibt noch weitere Aufgaben, die erledigt werden müssen.“

Wichtiger Punkt – das Lernen vom Umgang mit Rückschlägen

Wie bereits erwähnt: Fehler und auch mal eine Niederlage gehören zum Leben dazu. Das muss man einfach akzeptieren – und wieder aufstehen. Nur, weil man nicht gleich eine Aufgabe auf Anhieb bewältigen konnte, bedeutet das nicht automatisch, versagt zu haben.

Hilfreich ist hier ein erneutes kleines Mindset – um beispielsweise den Ansatz zu ändern, mit welchem man zuvor an die Aufgabe herangetreten ist. Sagen Sie nicht: „Ich habe versagt!“, sondern sagen Sie sich: „Ich versuche einen anderen Lösungsansatz!“ Beachten Sie auch Ihre Zwischenschritte/Zwischenergebnisse! Haben Sie die Aufgabe schließlich bewältigen können, dürfen Sie Ihren Erfolg ruhig ein wenig feiern 😊

Liebe Blogleser*innen, damit sind wir auch schon am Ende unseres heutigen Blogs angelangt. Unsere Bitte: Bewahren Sie sich stets Ihren Mut, welcher für Sie als Unternehmer*in schon immer ein Stückweit Ihr täglicher Begleiter ist!

Wenn auch Ihr Unternehmen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen ist und Sie Beratung und Unterstützung brauchen, so wenden Sie sich gerne jederzeit an uns. Gemeinsam schauen wir, was es für ein richtiges Mindset braucht und wie Sie Ihr Unternehmen möglichst sicher durch die jetzige Zeit bringen, bzw. wieder flottbekommen.

Unser Team Everding + Schulz bietet Ihnen zudem umfangreiche Coachings und berät Sie gerade in Krisenzeiten gerne. Kontaktieren Sie uns!

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!

Herzlichst, Ihr Team Everding und Schulz

 

 

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