Umweltschutz in Unternehmen

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Was können Unternehmen tun, um nachhaltig und umweltfreundlich zu agieren?

Liebe Blogleser*innen wir möchten uns mit einem Thema befassen, das uns aktueller denn je erscheint und nicht zuletzt durch die Friday-for-Future-Bewegung wieder verstärkt in den gesellschaftlichen Fokus gerückt ist: Wir beschäftigen uns mit Umweltschutz; in unserem heutigen Blog speziell mit Umweltschutz in Unternehmen.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne …

Wo gearbeitet wird, kommen neben der menschlichen Arbeitskraft auch immer verschiedene Materialien und Energien zum Einsatz, welche Ressourcen verbrauchen und zudem eine Menge Geld kosten können.

Zwei dieser Ressourcen sind Papier und Kunststoffe; Ressource Papier als nachwachsender Rohstoff – Kunststoff als problematischer Stoff. Leider ist Kunststoff in einem anderen Sinne „nachhaltig“, er zerfällt nur langsam und verbleibt bei unsachgerechter Entsorgung lange in der Umwelt bzw. unserer Natur und Tierwelt (und damit letztlich auch uns Menschen) und bereitet als Mikroplastik immense Probleme!

Nachhaltigkeit

Noch immer betrachten wir Ressourcen wie sauberes Wasser, Nahrung, Erdöl, Gas, Metalle, etc. als stets vorhandene und jederzeit verfügbare Selbstverständlichkeit, doch diese Güter werden immer knapper, was sich letztendlich auf jeden einzelnen von uns auswirkt.

Sicherlich werden unsere Nachkommen neue Ideen entwickeln, doch bis es soweit ist, müssen wir mit unseren Ressourcen vernünftig und sparsam wirtschaften.

Umweltschutz nützt allen

In unserer Funktion als Arbeitgeber und Arbeitnehmer können wir unserer Verpflichtung der Umwelt gegenüber nachkommen, denn auch unsere Kinder und Enkelkinder sollen in einer möglichst intakten Welt aufwachsen können.

Je schneller man in Unternehmen umdenkt und sich mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzt, desto besser ist es letztendlich für uns alle. Bemerkt ein Unternehmen zudem noch, dass es nebenbei bares Geld sparen kann, findet es sich erneut in einer Win-win-Situation!

Auch unsere Kanzlei hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht und bereits sehr viel umsetzen können, worauf wir stolz sind! Aus diesem Anlass möchten wir Sie und Ihr Unternehmen gerne ein wenig „mitnehmen“ und Ihnen ans Herz legen: Schonen Sie mit uns gemeinsam die Umwelt und sparen Sie hierdurch sehr viel Geld! Steuerberatung einmal anders, wir freuen uns, wenn Ihnen hierbei der eine oder andere Tipp nützlich sein kann 😉

Lebensraum Unternehmen

Unternehmen bilden einen wichtigen Teil dieser Gesellschaft, sie ermöglichen unzähligen Menschen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind quasi kleine Biotope – kleine Lebensräume.

Die meisten Unternehmen sind sich ihrer Verpflichtung in einem sorgsamen Umgang mit der Umwelt sehr bewusst, einige gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie verankern Nachhaltigkeit in ihrer Firmenphilosophie und leisten in dieser Hinsicht erfreuliche Beiträge, welche weit über die gesetzliche Forderung in Sachen Umweltschutz hinausgehen.

Verantwortung

War die allgemeine Mülltrennung noch vor einiger Zeit eher Sache von Privathaushalten und fand im Arbeitsalltag eher wenig Anwendung, so haben inzwischen erfreulicherweise auch unzählige Unternehmen nachgezogen und achten auf eine saubere Trennung sowie fachgerechte Entsorgung sämtlicher anfallender Stoffe.

Viele Materialien können jedoch gespart und Müll auf diese Weise vermieden werden, wenn Unternehmen verstärkt auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit achten. Was sich zunächst nach einem eventuellen „Mehr-Aufwand“ anhört, spart jedoch am Ende wertvolle Ressourcen ein – und eine immense Summe Geld!

Die Idee des papierlosen Büros bietet Ihnen hierfür z. B. eine hervorragende Möglichkeit.

König Kunde

Immer mehr Verbraucher schauen darauf, ob Unternehmen bereit sind, soziale wie auch ökologische Verantwortung zu übernehmen – hiervon hängt so manche Kauf- (und Nichtkauf-) Entscheidung ab.

Ein modernes Unternehmen, das sich um soziale Gerechtigkeit sowie Nachhaltigkeit kümmert, freut sich am Ende über einen größeren Kundenzulauf – und höhere Gewinne!

Social Media is watching you

Durch die Digitalisierung ist es Unternehmen heute kaum mehr möglich, unverantwortlich zu handeln, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt.

Die wachsende Netzgemeinschaft in den sozialen Medien ist sehr aufmerksam, wenn es um Umweltschutz und Nachhaltigkeit geht; schnell finden sich Communities, welche entsprechende Unternehmen in den Fokus stellen und mit schlechten Bewertungen oder sogar Shitstorms abstrafen.

Arbeitet ein Unternehmen hingegen ethisch korrekt und handelt umweltverträglich sowie ressourcenschonend, generiert dies mehr Kundschaft sowie eine stärkere Kundenbindung.

Viele Menschen mögen nämlich das Gefühl, Gutes zu tun und verknüpfen ihre Käufe gerne mit einem guten Gewissen – so kaufen beispielsweise mehr und mehr Verbraucher lieber Milchprodukte aus Weidehaltung.

Eines der besten Beispiele liefert uns Kerrygold aus Irland – während viele heimische Milchkühe weitgehend ihr Leben im Stall und schlimmstenfalls in Anbindehaltung fristen, verbringen irische Milchkühe ihr Leben auf grünen Weiden, nicht selten mit fantastischer Aussicht aufs Meer! So schmeckt dann letztendlich das Produkt auch – einfach besser!

Neue, ökologische Unternehmenskultur

Besonders in Jungunternehmen wie Start-ups spielt das Thema Umweltschutz eine wichtige Rolle, denn Arbeitnehmer der Generationen Y und Z setzen ihren Fokus verstärkt auf eine umweltfreundliche Unternehmenskultur.

Zudem sind Unternehmen in der Lage, eine entscheidende (Vorreiter)Rolle bei der gesellschaftlichen Prägung in Sachen Nachhaltigkeit einzunehmen, denn die Verantwortung unserer Umwelt gegenüber wächst aufgrund unseres Ressourcenverbrauchs enorm!

Unternehmerisches Interesse und Umweltschutz schließen einander nicht aus, im Gegenteil. Sie können sich ergänzen und Hand in Hand gehen. Lt. Deloitte Millennial Survival macht sich 1/3 der Millennials heute große Sorgen um das Klima, für diese Gruppe gehört aktiver Umweltschutz zu einem der wichtigsten Ziele, die sich Unternehmen setzen sollten.

Die älteren Generationen (Babyboomer und X) gehen nach und nach in Rente; die jüngeren Generationen (Y und Z) werden bald schon mehr als 30 Prozent der gesamten Arbeitnehmerschaft stellen.

Umweltschutz sowie gelebte Unternehmensphilosophie in Sachen Nachhaltigkeit werden für Betriebe künftig von großer Bedeutung sein, um junge, talentierte Bewerber anzuziehen – und erfolgreich ins Unternehmen zu bringen!

Man trägt heute Grün

Möchten Unternehmen ihre Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren, so ist es zunächst einmal wichtig, den eigenen „ökologischen Fußabdruck“ zu betrachten und zu analysieren.

Wie steht es um den aktuellen Energieverbrauch? Wie werden Getränke- und Essenslieferungen gehandhabt? Kommen häufig Einwegverpackungen zum Einsatz? Und wie sieht es mit dem Abfallmanagement aus?

Weitere Faktoren sind in der Logistik sowie in der Mobilität der Mitarbeiter zu ermitteln. Welche Verkehrsmittel werden genutzt? Und wie lang sind die Pendelzeiten? Welche Reisemöglichkeiten nutzt das Unternehmen für Geschäftsreisen?

Berücksichtigt man hierbei sämtliche Kriterien und zählt alles zusammen, kommen immense Summen (und Ressourcen) zusammen, die zum Teil eingespart werden können. Viele Maßnahmen zum Umweltschutz erfordern nicht einmal weitere Investitionen, sondern können quasi „gratis“ umgesetzt werden, etwa, wenn man Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt und seine Mitarbeiter schult und anweist, mit Energie sparsam umzugehen, z. B. durch richtiges Lüften und Heizen oder dem Ausschalten der elektronischen Geräte zum Feierabend.

Besuchen Sie auch Webseiten wie wirtschaftproklima und schließen Sie sich mit Ihrem Unternehmen einer Initiative an. Berichten Sie in Ihrer Firmenphilosophie darüber (Storytelling).

Verankern von Zielen in der Unternehmensphilosophie

Jedes Unternehmen kann im Einzelnen viel tun, um Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in den Arbeitsalltag zu integrieren – und aktiv zu leben! Arbeiten Sie für Ihr Unternehmen einen kleinen Katalog von Grundsätzen aus, die im täglichen Betrieb umzusetzen sind und mit denen Sie Ihre Mitarbeiter sensibilisieren können. Ideen hierfür wären u. a.

  • Verzicht von Utensilien aus Plastik
  • Saubere Abfalltrennung
  • Videokonferenzen statt Geschäftsreisen
  • Wenn Geschäftsreisen sein müssen, dann klimaneutral – z. B. durch Zahlung eines Ausgleichsbeitrages (wie es das Unternehmen FlixBus schon lange anbietet)
  • Beim Materialeinkauf auf nachhaltige Produkte achten
  • Mehr Arbeit im Home-Office ermöglichen und somit Pendler sowie Straßen entlasten und Kraftstoff einsparen
  • Firmen-Fahrräder für die Mitarbeiter, wenn beispielsweise für das Unternehmen aushäusig etwas zu besorgen ist
  • Der Bezug von Ökostrom aus nachhaltiger Energiegewinnung (Solar-, Wind-, Wasserkraft)

Klimaschutz mit E-Power

Übrigens weitet die Bundesregierung die steuerlichen Anreize für Elektromobilität aus.

Der Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität sieht u.a. eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung von rein elektrischen Lieferfahrzeugen vor.

Die seit Anfang 2019 für Firmenwagen geltende Halbierung der Bemessungsgundlage für die private Nutzung eines betrieblichen Elektro- oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeug wird bis 2030 verlängert.

Und auch das elektrische Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers soll bis Ende 2030 steuerfrei sein. Gleiches gilt für die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung zur privaten Nutzung

Damit leistet die Bundesregierung einen erfreulichen Beitrag zum Klimaschutz durch Unternehmen. 😊

Immer wieder selbst optimieren!

Bleiben Sie in Ihrer Funktion als Unternehmen nie stehen, sondern überprüfen Sie Ihren Status von Zeit zu Zeit erneut. Hierfür können Sie Meetings mit der gesamten Belegschaft einberufen und in froher Runde jeden in Ihrem Team gezielt nach Verbesserungsvorschlägen fragen.

Für Mitarbeiter fühlt es sich zudem gut an, mit in die Diskussion einbezogen zu werden und sich am runden Tisch durch eigene Ideen verstärkt ins Unternehmen einzubringen. Viele Ihrer Mitarbeiter haben Familie und sind wahre Meister darin, kostengünstig und gleichzeitig nachhaltig zu wirtschaften.

Dieses Wissen kann auch für Ihr Unternehmen von großem Nutzen sein. Und surfen Sie zur Inspiration auch gerne ein bisschen auf den Webseiten Ihrer Mitbewerber und „spielen Sie Mäuschen“! 😉 Was tut die Konkurrenz, um nachhaltig zu agieren?

Es gibt viel zu tun

Wir sind noch weit davon entfernt, die Hände in den Schoß legen zu können, denn was unser Klima betrifft, so lässt sich nicht verdrängen, dass es bereits 5 vor 12 ist. Integrieren Sie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in Ihrer eigene Firmenphilosophie, so können Sie ziemlich sicher sein, auf Dauer innovativer und wettbewerbsfähiger zu sein.

Zwei umweltfreundliche Unternehmen in Deutschland

Siemens

In Deutschland liegt Siemens auf Platz 1 der umweltfreundlichsten Unternehmen. Das Traditionsunternehmen setzt auf emissionsarme Lösungen in der Fertigungsindustrie sowie in der Infrastruktur und im Bereich Energie.

Seine eigenen Emissionen konnte Siemens bereits um die Hälfte senken und in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit vieles umsetzen. Siemens hat noch mehr vor und möchte bis zum Jahr 2030 ein CO²-neutrales Unternehmen werden. Im weltweiten Ranking liegt Siemens auf Platz 4!

Daimler

Daimler arbeitet an emissionsfreier Mobilität und investiert viel Geld in den Umweltschutz. Der Autoriese setzt sich für die Renaturierung von Mooren ein und unterstützt Projekte zur Rettung der Mangrovenwälder.

Im Unternehmen selbst wird Umweltschutz ganz großgeschrieben, ebenso in der Produktion umweltbewusster Produkte. Daimler setzt auf intelligenten Leichtbau sowie auf den Verbau von Naturmaterialien. Im nationalen Vergleich hat es Daimler auf Platz 4 geschafft.

Zu guter Letzt

Liebe Blogleser*innen, damit sind wir auch schon wieder am Ende des Blogbeitrags angekommen und hoffen, dass Sie das eine oder andere für sich mitnehmen konnten.

Wie empfindlich unser ökologisches System ist und wie sehr alles zusammenhängt und ineinander übergreift, wird einem nicht zuletzt auch durch die Meldungen des brennenden Regenwaldes in Brasilien bewusst.

Wir haben einen sehr schönen Lebensraum und wissen dies oft gar nicht genug zu schätzen. Wenn jeder von uns seinen Teil beiträgt, um Klima, Umwelt und Ressourcen zu schonen, sind wir auf dem richtigen Weg und ermöglichen auch nachfolgenden Generationen noch ein gutes Leben.

Je mehr Unternehmen da mitziehen und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden, umso besser können wir diese „Herkulesaufgabe“ angehen, denn Umweltschutz geht letztendlich uns alle an.

Wir freuen uns, Sie auch in unserem nächsten Blog willkommen zu heißen, bis dahin: Haben Sie eine gute Zeit und kommen Sie unbeschwert durch die noch verbleibenden warmen Tage.

Viele herzliche Grüße,

Ihr Team Everding + Schulz

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